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The regulatory aspects
Friedhelm
Dommermuth Head of Department, Regulatory Authority for
Telecommunications, Germany
I would like to give you an overview of the current regulatory debate in Germany concerning VoIP.
Weshalb
stellt "Voice over IP" (VoIP) unterschiedliche Anforderungen an
Regulierer und zwar nicht nur in Deutschland sondern praktisch in ganz Europa,
man kann auch sagen weltweit ?
Nun,
es ist einmal die neue Architektur von IP-Netzen, die einen entsprechend höheren
Grad an Arbeitsteilung erlaubt. Wir konstatieren eine Trennung von Dienst,
Kontrolle, Transport und Zugang. Stichworte wie "Next Generation
Network" machen die Runde. Der Ausblick in die Zukunft eines Netzes, das
die verschiedenartigsten Dienste bereitstellen kann im Unterschied zu der Lage,
wie wir sie in der Vergangenheit gewohnt waren, als nur netzspezifische Dienste
angeboten wurden.
Darüber
hinaus ist VoIP durch die Unabhängigkeit von Standort und Netz gekennzeichnet.
Das wird bei einem Aspekt, den ich etwas ausführlicher beleuchten werde und der
wahrscheinlich auch für Sie als Interessentenkreis von besonderer Bedeutung
ist, nämlich den Bereich der Nummerierung, besonders herausgestellt.
Beeinflusst
wird das durch den Fakt, dass VoIP von den verschiedensten Gruppen angeboten
werden kann, sowohl von Betreibern von Breitbandanschlüssen, von Internet-
Serviceprovidern als auch von anderen Unternehmen, wie wir heute ja schon gehört
haben.
Besonders
zu berücksichtigen bei all den Fragen, die wir als Regulierer uns zu stellen
haben, ist der Aspekt der Technologieneutralität des regulatorischen Rahmens,
so wie er im Richtlinienpaket der europäischen Kommission dargelegt ist.
Nun,
vielleicht zunächst VoIP als Fakt, der auch die Marktstruktur letztlich
beeinflusst.
Wir
beobachten eine Entwicklung in Deutschland, die erst gerade beginnt. Wir reden
zwar über VoIP schon seit mehreren Jahren, aber die Debatte hat so richtig an
Fahrt gewonnen seit Frühjahr letzten Jahres. Das spiegelt sich auch in unseren
regulatorischen Aktivitäten wider und hängt möglicherweise mit bestimmten
Besonderheiten zusammen, die heute auch schon angeklungen sind, wie mit der
Frage der Breitbandpenetration, die in Deutschland bisher etwas niedriger ist
als in den europäischen, aber auch in anderen Ländern weltweit, insbesondere
den asiatischen wie Korea. Das hat z. B. damit zu tun, dass das Kabelnetz in
Deutschland als Breitband-Ressource, ich will es vorsichtig ausdrücken, bislang
spärlich genutzt wurde.
Das
kann sich in Zukunft ändern. Wir haben bisher nur eine mehr oder weniger
genutzte Ressource, die sich auf DSL-Anschlüsse gründet. Dies hängt möglicherweise
auch damit zusammen, dass wir in Deutschland eine relativ starke "call by
call"- Möglichkeit im Sprachtelefondienst haben, die im Laufe der Zeit -
seit der Liberalisierung -, zu Senkungen des Preisniveaus führte und somit
Markteintritte anderer eher unattraktiver macht, als wenn wir besonders hohe
Preisniveaus, etwa im Sprachtelefondienst haben.
Wir
beobachten sowohl gebündelte Angebote, die Zugang und Dienste enthalten,
Stichwort "Triple-Play", wo Voice, Daten und TV in einem Bündel
angeboten werden (hier gibt es nun auch in Deutschland immer mehr Angebote), als
auch separierte Angebote von Breitbandzugängen und Breitbanddiensten.
Wir unterscheiden auch in unserer regulatorischen Behandlung einmal bei der Nutzung der IP-Technologie durch einzelne "Carrier", was im Grunde genommen die Realisierung einer Prozessinnovation darstellt mit der Möglichkeit, die Kosten der Netze zu reduzieren.
Und
das ist, glaube ich, der Gegenstand, der uns heute interessiert. Wie sieht es in
Deutschland im Moment mit den Zahlen aus? Ich sagte es schon - eher relativ
bescheiden, im Moment noch. Das ist eine Schätzung für Ende 2005. Die Zahlen
schwanken sehr und verändern sich im Moment auch relativ stark. Es gibt mehr
als 40 Anbieter mit über 60 Produkten. Wir gehen von 500 000
aktiven Nutzern für Ende dieses Jahres aus, wobei das Schätzungen sind. Es
wird sich zeigen, welche Geschäftsmodelle sich in der näheren Zukunft
durchsetzen werden - gebündelte oder separierte Angebote von Internetzugängen
und den entsprechenden Internetdiensten. Das wird auch vom regulatorischen
Rahmen abhängen.
In
Deutschland haben sich im wesentlichen fünf Aspekte als zentrale Punkte der
Diskussion heraus kristallisiert. Aus der Regulierungssicht, die man beliebig
ergänzen kann, je nachdem, wo man die Schwergewichte sieht, ist die
Nummerierung ein zentrales Thema. Dies werde ich nachher ein wenig ausführlicher
behandeln.
Ein
weiteres wichtiges Thema für die Entwicklung von VoIP und auch für den
Einfluss, den VoIP auf bestehende Geschäftsmodelle etablierter Betreiber, wie
der Teilnehmernetzbetreiber oder der Verbindungsnetzbetreiber in Deutschland
haben wird, sind insbesondere Fragen der Zusammenschaltung bzw.
"interconnection", die sich in einer IP-Welt vollkommen anders
darstellen als in der althergebrachten herkömmlichen PSTN-Welt.
Ein
drittes Thema, das in Deutschland sehr emotional diskutiert wird, aber nicht nur
in Deutschland, sondern auch Europa- und weltweit, ist das Thema
"Notruf". Wie kann man in einer VoIP-Welt diese Funktionalität des
Notrufs realisieren, z. B. im Falle von nomadischer Nutzung, die ja als
besonderes Merkmal von VoIP immer herausgestellt wird? Das sind die drei Themen,
die jedenfalls in der ersten Phase der deutschen Diskussion, sehr im Vordergrund
standen. Ich habe hier zwei andere Themen noch einmal erwähnt.
Überwachungsmaßnahmen
sind selbstverständlich ein Thema, was sich auch international sehr stark in
den Vordergrund stellt. Wie können wir in einer VoIP-Welt diese Anforderungen
gewährleisten?
Und
dann eine Frage, die mehr mit der ökonomischen Regulierung des Sektors zu tun
hat, was hier mit Marktanalyse für herkömmliche Festnetzdienste unterschrieben
ist. Man kann sich nämlich fragen, ob VoIP zu diesem althergebrachten gehört,
ich nenne ihn jetzt mal Sprachtelefondienstmarkt, mit der Folge, dass etwa ähnliche
Regulierungsmechanismen, wie etwa die Ex-Post Missbrauchsregulierungen bei
marktmächtigen Unternehmen auch für VoIP-Produkte greifen?
Es
gibt da entsprechende Regelwerke der europäischen Kommission - eine Empfehlung
von 18 Märkten, die wir abzuprüfen haben und die entsprechende
Analysearbeiten von uns erfordert. Auf den Bereich will ich vielleicht kurz
etwas ausführlicher eingehen und die anderen Bereiche nur kurz streifen, weil
dieser Bereich für Sie möglicherweise auch im Zentrum des Interesses steht:
Die Nummerierung.
Was
haben wir in diesem Bereich in Deutschland bisher vorbereitet?
Wir
haben einmal den Aspekt der nichtgeografischen Nummern im Bereich der
Nummerngasse "032". Wir hatten dort im vergangenen Jahr ein
umfangreiches Anhörungsverfahren. Der Markt hat entsprechenden Bedarf
signalisiert und wir haben uns dazu entschlossen, diese Rufnummerngasse
entsprechend zu öffnen.
Diese
Rufnummerngasse wird auch mittlerweile schon in der Praxis realisiert. Bis Mitte 2005
waren bisher mehr als 1 Millionen Nummern an 35 Dienstanbieter zugeteilt.
Seit
August funktioniert das "Routing", das heißt, die Netzübergänge des
Festnetzes der Deutschen Telekom sind für netzübergreifenden "032"
Verkehr geöffnet und die sogenannten nationalen Teilnehmerrufnummern dieser
Gasse "032" können in vollem Umfang für Telefondienste, für
VoIP-Dienste bereitgestellt werden.Das ist bereits etwas, was in der Realität
funktioniert und auch weiter ausgebaut werden wird.
Darüber
hinaus ist in Deutschland eine sehr umfangreiche Diskussion über geografische
Rufnummern geführt worden.
Inwieweit
benötigt die Entwicklung des Marktsegments VoIP auch eine Bereitstellung von
geografischen Rufnummern durch den Regulierer?
Wir
haben hierzu eine umfangreiche Anhörung durchgeführt. Wir haben den Markt
befragt und zwar alle Netzbetreiber, Dienste, Anbieter, Verbände, Rechtsanwälte,
die sich in diesem Gebiet bewegen und hier Interessen haben und verfolgen. An
dieser Anhörung haben sich über 40 interessierte Parteien beteiligt.
Wir
haben nach Analyse dieser Anhörung Eckpunkte verabschiedet, die auch
mittlerweile veröffentlicht wurden und Grundlage dafür sind, dass wir
beabsichtigen, die entsprechenden Zuteilungsregeln zu ändern, was eine Nutzung
von geografischen Rufnummern für VoIP-Dienste ermöglicht.
Was
sind die wesentlichen Kernelemente dieser Eckpunkte?
Wir
wollen am Ortsnetzbezug der Ortsnetzrufnummern festhalten. Das ist ja auch eine
international geführte Debatte. Inwieweit wird es überhaupt auf mittlerer
Sicht noch einen geografischen Rufnummernraum geben oder stehen wir nicht an
einer Schwelle zu einer Entwicklung, wo dieser Ortsnetzbezug vollkommen aufgelöst
werden muss?
Im
Moment jedenfalls haben wir uns dafür entschieden, dies beizubehalten. Wir
haben allerdings den Anschlussbezug durch die Kriterien Wohnort oder Firmensitz
ergänzt, so dass auch hier eine entsprechende Flexibilisierung möglich ist.
Wir haben weiterhin eine Antragsberechtigung für Zugangsanbieter zum öffentlichen
Telefonnetzes beschlossen, das heißt, eine Gleichstellung von Netzbetreibern
und Diensteanbietern.
Wir
beabsichtigen mittelfristig, eine Zuteilung von Hunderter-Blöcken. Bisher können
in Deutschland, im geografischen Nummernraum, nur Tausender-Rufnummernblöcke
beantragt und zugeteilt werden. Es ist daran gedacht, im Sinne einer besseren
Nummernausnutzung, einer entsprechend effizienteren Ressourcennutzung und auch,
um entsprechende Geschäftsmodelle für kleinere und mittlere Unternehmen zu ermöglichen,
Hunderter-Blöcke zuzuteilen. Das wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch
nehmen, weil dazu Änderungen von Gebührenverordnungen und Datenbanken, auch
bei uns im Hause, notwendig sind.
Die
nomadische Nutzung wird im Rahmen der Nummerierungen nicht geregelt. Dies ist
ein Punkt, auf den ich noch im späteren Zusammenhang eingehen werde. Das soweit
zu den Aspekten der Nummerierung.
Ein
zweiter Aspekt, der aus regulatorischer Sicht von zentraler Bedeutung ist: Wie müssen
sich Zusammenschaltung und Zusammenschaltungsvereinbarungen in einer
IP-basierten Welt ändern? Wie müssen sie angepasst werden, damit solche Geschäftmodelle
in der Praxis sinnvoll realisiert werden können und die Geschäftsmodelle, die
derzeit schon im Telekommunikationsmarkt etabliert sind, auch weiterhin durchführbar
bleiben?
Wie
heute schon erwähnt wurde, haben wir eine Migration von Leitungsnetzen zu
paketvermittelten Netzen. Auf beiden Netztypen werden derzeit Sprachdienste
angeboten. Es werden auf den IP-Netzen verschiedenste Dienste angeboten und im
Markt realisiert. Wir wollen nun untersuchen, wie wir diese Migrationsphase hin
zu einem neuen Zusammenschaltungsregime gestalten können. Es wurde deshalb eine
Projektgruppe bei uns eingerichtet, die, mit einem bestimmten Mandat versehen,
sich in den nächsten Monaten diesem Thema widmen soll. Sie wird die
Rahmenbedingungen der Zusammenschaltung IP-basierter Netze untersuchen, mögliche
Szenarien entwickeln, um das derzeit existierende Zusammenschaltungsregime
entsprechend den Entwicklungen einer IP-Welt anzupassen.
Was
sind die wesentlichen Probleme, die zu lösen sind?
Zunächst
einmal Fragen von Kostenstrukturen und Preisbildungsprinzipien:
Was
sind die Kostentreiber in solchen Netzen?
Wie
wirkt sich das etwa aus, wenn wir eher nutzungsabhängige oder eher kapazitätsabhängige
Nutzungen in diesen Netzen unterstellen müssen?
Wie
können wir diese Migration zu einem einheitlichen Konzept effizienter Kosten
generieren?
Was
die Frage der Billing-Systeme betrifft:
Heutige,
herkömmliche Netze werden im wesentlichen von einem "calling party
pays" Prinzip dominiert, das heißt, der Anrufer ist jeweils für die
Gestaltung der Anrufe und der Abrechnungssysteme verantwortlich. Es wird auch
diskutiert, inwieweit hier Teile von "bill and keep"-Systemen übertragen
werden müssen (hier ist die Schnittstelle zwischen herkömmlicher PSTN und
IP-Welt).
Es
ist weiterhin zu klären, inwieweit bei der Terminierung von Sprachverbindungen
"Arbitrage"-Probleme entstehen, die dazu führen könnten, dass es im
Markt Verwerfungen geben kann.
Dritter
Punkt, den ich am Anfang erwähnte: Der Notruf.
Das
Angebot von Notrufdiensten ist uns als Behörde natürlich ein zentrales
Anliegen. Das wird im politischen Raum immer sehr stark gefordert. Allerdings
soll andererseits eine Verpflichtung zum Notruf, die Entwicklung von VoIP-Geschäftsmodellen
auch nicht in Frage stellen. Insofern ist an dieser Stelle für die Behörde und
für die Regulierung ein schmaler Grat zu beschreiten.
Wie
kann man beide Ziele erreichen?
Einerseits
einen Notruf gewährleisten, andererseits nicht durch zu hohe Auflagen sich
entwickelnde Marktmodelle schon im Keim zu ersticken.
Was
wir in Deutschland beobachten können, ist dass bereits jetzt viele der Geschäftunternehmen
auf freiwilliger Basis, Notrufdienste anbieten. Allerdings ein Problem des
Notrufs besteht weiterhin, jedenfalls bei nomadischer Nutzung. Nicht nur in
Deutschland harrt es der Lösung, nach unserer Kenntnis aber auch in der
internationalen Debatte. Das ist bislang auch ein technisch ungelöstes Problem.
Man
hat hier regulatorisch zwei Optionen: Einmal mit einer relativ klaren Übergangsregelung,
Rechtssicherheit zu schaffen, etwa einer Aussetzungsregelung oder dass man
Regelungen trifft, die eine Notrufverpflichtung davon abhängig machen, ob
dieser VoIP-Dienst ein Substitut für den klassischen Telefondienst ist, bzw.
nur ein Zusatzdienst zum klassischen Telefondienst, zum PSTN.
Technische
Überwachungsmaßnahmen: Dort wurde eine Übergangslösung mit dem Markt
erarbeitet, bis entsprechend standardisierte Regelungen im Markt verfügbar
sind, die derzeit bei ETSI diskutiert werden, was aber noch einige Zeit in
Anspruch nehmen wird. Wir haben das auch entsprechend in unseren einschlägigen
Veröffentlichungsorganen dem Markt transparent gemacht, um sozusagen auch
dieses Problem für die nun zusätzlich in den Markt tretenden Geschäftsmodelle
realisieren zu können.
Dieses
Thema "Marktanalyse" will ich vielleicht überspringen, auch im Sinne
des zeitlich engen Rahmens. Ich möchte im Grunde zusammenfassend jetzt noch
einmal darstellen: Was ist Stand und Ziele der regulatorischen Arbeiten der
neuen Bundesnetzargentur, die sich diesem Thema "VoIP" sehr intensiv
seit Frühjahr letzten Jahres widmet? Wir haben in diesem Frühjahr anhand eines
umfangreichen Fragebogens mit insgesamt 87 unterschiedlichen Themen eine
umfassende Anhörung durchgeführt. An dieser Anhörung hat sich der ganze Markt
beteiligt. 64 Kommentare von allen möglichen Gruppierungen haben wir erhalten -
von Netzbetreibern bis hin zu Behörden, die etwa Sicherheitsinteressen
verfolgen.
Was
war unser Ziel mit dieser transparenten Vorgehensweise? Nun, einmal möglichst
Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Potential von VoIP auch zum Tragen kommen
lassen, d.h. nicht Marktentwicklung behindern, sondern möglichst einen Weg
vorzeichnen, der hier positive wirtschaftliche Signale in den Markt bringt und
somit Planungssicherheit für Marktteilnehmer zu gewährleisten und auch eine
Positionierung in der internationalen Debatte, aus deutscher Sicht, zu
erarbeiten.
Es
wurde ja schon darauf hingewiesen, dass die europäische Regulatorengruppe einen
gemeinsamen Standpunkt verabschiedet hat, allerdings muss man da sagen, wenn man
sich den genauer ansieht, dass ist bislang in der Tat der kleinste gemeinsame
Nenner, den man finden konnte. Wenn man da nach sehr detaillierten Regelungen
forscht, ist man relativ schnell, ich will nicht sagen ratlos, aber doch etwas
desillusioniert, weil es einfach schwierig ist, auch die unterschiedliche
Historie in den einzelnen Ländern, etwa im Hinblick auf die Nummerierung, im
Hinblick auf Aspekte wie Notruf zu harmonisieren.
Um
das einmal am Beispiel des Notrufs deutlich zu machen: Der ist in Deutschland
sehr stark dadurch geprägt, dass es auch eine Arbeitsteilung zwischen Bund und
den Ländern gibt, eine sehr dezentrale Struktur, während es in anderen Ländern
sehr zentrale Strukturen gibt. Bei der Nummerierung ist es etwa so, dass wir in
Deutschland mit über 5000 Ortsnetzen eine sehr feingliedrige Ortsnetzstruktur
haben, die auch ganz andere Bedingungen schafft, als wenn man dort eine sehr
viel weitmaschigere Struktur vorfindet.
Was
waren die Themen dieser Anhörung? Sie sehen es hier, es waren einmal
wettbewerbliche Themen, also sehr stark ökonomische Themen, und es waren
andererseits Themen im öffentlichen Interesse oder die mit Verbraucherschutz zu
tun haben. Natürlich bedingen sie sich gegenseitig, je nachdem, was ich auf der
rechten Seite, im Sinne des öffentlichen Interesses, entscheide, wie hoch ich
da etwa die Anforderungen setze - im Bereich Notruf, im Bereich
Fernmeldegeheimnis usw. -, desto brisanter, intensiver sind die Auswirkungen auf
den ökonomischen Erfolg bestimmter Geschäftsmodelle in dem Bereich VoIP.
Wie
weit sind wir im Moment? Wir stehen zur Zeit an einem relativ aktuellen Punkt.
Wir
haben die Ergebnisse dieser sehr umfassenden Anhörung gerade letzten Freitag
auf unserer Internetseite veröffentlicht, in Form von Eckpunkten, in Form des
Mandates dieser Arbeitsgruppe, in Form eines Aktionsplanes für das weitere
Vorgehen.Einzelne Punkte haben wir uns noch auf die Agenda für die weiteren
Wochen und Monate gesetzt und wir haben praktisch zu den gesamten Themenkreisen,
die ich eben aufgeführt habe und zu allen Fragen das zusammenfassende Ergebnis
dieser Anhörung dargestellt.
Die
wichtigsten Aspekte und Ergebnisse sind in insgesamt 7 Eckpunkten
zusammengefasst. Alles das finden Sie seit letzten Freitag auf unserer
Internetseite: Die Themen Notruf, Zusammenschaltung. Wie wird es im Rahmen der
Marktanalyse gesehen? Wie geht es mit der Nummerierung weiter? Auch Aspekte mit
Naked-DSL - ein Kollege hatte das schon heute Mittag angesprochen -, die
Bedeutung von Breitbandanschlüssen für die Entwicklung von VoIP-Diensten und
die umgekehrte Entwicklung von VoIP oder den Einfluss von VoIP auf die
Breitbandpenetration.
Das
Ganze wird auch dann nächsten Mittwoch in unserem Amtblatt in schriftlicher
Form erscheinen, so dass es für die gesamte Öffentlichkeit transparent ist -
was wir vorhaben, wo wir stehen und wie wir weitermachen wollen. Daraus wird
auch ersichtlich, dass wir nicht am Ende stehen. Das ist ein bedeutender, aber
mit Sicherheit noch nicht der letzte Schritt. Es müssen weitere Schritte
folgen. Das Thema kann auch nicht, jetzt in dieser Zeit, zu einem Endpunkt
gebracht werden. Dafür ist die Entwicklung viel zu dynamisch.
Wir
müssen an den Punkten, wo wir erst Zwischenlösungen haben, weiter arbeiten und
werden das auch tun. Insofern kann ich auf die Frage, die den heutigen
Nachmittag überschrieben hat: "Sind wir bereit für die Herausforderungen
der Zukunft?" antworten:
Wir
sind vielleicht noch nicht am Ende und somit noch nicht zu allen
Herausforderungen bereit, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg und sind
dabei, die Herausforderungen anzunehmen und die Probleme aus der Sicht der
Regulatoren, der Unternehmen, die VoIP-Dienste bereitstellen, zu lösen und dann
in einem nächsten Schritt uns auch den Problemen, die aus Ihrem Bereich kommen,
zu widmen und hoffentlich Wege und Lösungen zu finden, die für alle Parteien
akzeptabel sind und für eine positive wirtschaftliche Entwicklung sorgen.
Vielen
Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich hoffe, ich habe jetzt die Zeit einigermaßen
eingehalten und möchte mich noch einmal bedanken.
From the Floor
I understand that commercial or public ENUM was launched in December. Is the business model based on some sort of payment? What does the first feedback tell you?
Robert SCHISCHKA
The term ‘commercial’ means that it is no longer in a trial period. Registration is not free. Trials do not have business models, you are not asking for money and you do not get products. I encourage against doing trials that are too long because people begin to feel comfortable with having free services. Providers are scared of launching services based on trials. Some say that they cannot develop products until they are sure that this service will be available. The longer the trial, the less products you get. It is important to switch as soon as possible into a legal framework and a production environment in which payments and products are clear and the service is reliable.
The number of registrations is lower than expected at about 1,500. The good news is that most of these are big companies. The number of delegations in our database does not refer to the number of users. For example, one of the big telephone companies in Austria, Kapsch, has one delegation and 3,000 employees. A single end user has the same record for us as the University of Vienna with 60,000 students.
We learned that the big companies are moving very slowly. Firstly, small companies came from the ISP environment. They are quite happy with it. Most of them are busy combining PBXs. This means certified customers but low numbers of delegations. Big players like Telekom Austria are always a little scared about losing money from the call minute and determination fees. There is a divide between those engaged in the traditional telephone market and those entering the new market. I think this is the same internationally.
From the Floor
The SIP name is attached to the phone number and you must prove the right to use this number. The question of trademark will be involved sooner or later. I do not change my name if I change my phone number. Am I able to keep the SIP if I change my phone number?
Robert SCHISCHKA
There may be some confusion here. You are free to choose whatever type of SIP address you like. The entry in the database is indexed by telephone number. For example, if you are a big bank and you decide that your customers should be able to reach you by VoIP. You then register a CPRI and you make an entry for your existing telephone number in the DNS database. It is a big problem if someone else gets the ENUM entry for the bank’s telephone number because they can receive the customers’ calls and retrieve transaction numbers and PINs. Whatever call route I take, PSDN or VoIP, I want to make sure that I always reach the same endpoint. You are free to choose your SIP. If you want to make an SIP entry for an existing number, you have to prove to us that you are really the number holder, otherwise you could enter your SIP address for someone else’s number. We are not providing the service directly to the end users but using registrars: ITSPs, ISPs or telcos. If, for example, Deutsche Telekom issues its customers with an ENUM domain, it would be easy for the company to look into its customer database to find out who exactly is entitled to use a number. If your carrier does not offer this kind of service, you have to go to some other kind of registrar. This raises the problem of validation. You have to submit an identity card and a couple of telephone bills. This paper process is far more expensive than looking at a customer database. However, although it is complicated, at least it is possible. Otherwise, if the incumbent decided not to enter this market, all the incumbent customers would be locked out.
From the Floor
I am interested in things that are not numbers. What about nicknames and people who do not want to go public?
Robert SCHISCHKA
We are not addressing this. We are a register for telephone numbers and Internet addresses. If you are using nicknames you cannot use our service. There is no authority ensuring that nicknames are unique, for instance. We are not registering Skype IDs, for example. It would be possible to register your Skype user ID and associate with your telephone number.
All PDAs and mobile phones have a phonebook. If all your contacts are in your phonebook, you do not need to use telephone numbers. However, I call people I do not have in my phonebook on a regular basis. I think this is something quite common. It is a question of converging one system where you address people using numbers only and other system where you address people using things that look like email addresses.
How do you address someone with a CPRI from a traditional phone? I can dial a SIP address on a normal telephone. With ENUM, you can dial a normal telephone number and all the magic happens behind the scenes. Maybe in 50 years time we will not use numbers any more, but for the next 10 to 15 years we will continue to do so.
From the Floor
I am still confused. What is the ENUM system good for? As I understand, the SIP code has to be connected to the ENUM system. What is the SIP code good for?
Robert SCHISCHKA
There is no doubt that SIP is the protocol that will be used by the industry. Users using this protocol are addressed in this way. There is no telephone number on the Internet. The SIP code is unique in the same way as your email address is unique.
From the Floor
Does the SIP code have to be verified as well?
Robert SCHISCHKA
No. The SIP URI is built exactly the same way as a mail address. The right hand side is a domain name. It is unique by definition.
From the Floor
The good news is that numbering and the fact they we publish numbers is not going to change tomorrow. With ENUM, you dial the number of the person you know. If this person is reachable by VoIP, then somehow within a database, it will route through the right network. At the end of the day, we still have to publish numbers. We dealt with fixed lines and mobile operators. Tomorrow we have to deal with unusual numbering systems. Perhaps our database tomorrow will have to deal with SIP addresses and emails. Ten years ago we said that we had to have emails in our address books. It is all about data management. Directory publishers have to be a little more flexible about what data we accept, where is comes from and how we verify it. In France, we do not spend a lot of time verifying the data coming from the telcos. We do not duplicate many things because we usually only have a landline or mobile number. We spend some time matching one to the other. ENUM does not address the multiple people that use one number.
Robert SCHISCHKA
That depends. If you have one phone number and five people living in the same household, everyone is able to pick up the phone. I am not able to ring one.
From the Floor
It is not a personal SIP address, then.
Robert SCHISCHKA
However, I can, for instance, publish a web page where I explain that there are five people living here.
From the Floor
Can publishers buy your database?
Robert SCHISCHKA
It’s publicly available. You can query it. You cannot get the database as a whole. It does not make sense to retrieve the whole database.
From the Floor
We heard a lot about regulation in Germany. Are you aware of regulation in other countries? Is it synchronised?
Friedhelm DOMMERMUTH
The European Regulators Group published a common paper. We have very intensive discussions with our European colleagues in other regulatory authorities and with the Commission. For the time being, as far as we know, the Commission has not adopted a harmonised position concerning the regulation of VoIP services.